Zwiebelkuchen nach Höri-Art (Bülle-Dünne)

Die Zwiebel ist ein ganz außergewöhnliches Gemüse. Sie ist Bestandteil der menschlichen Ernährung seit tausenden von Jahren. Auf einer Halbinsel am Bodensee, der Höri, wird eine ganz spezielle rote Zwiebel angepflanzt, man nennt sie die Höri-Bülle (Bülle ist die im alemannischen gebräuchliche Bezeichnung für die Zwiebel). Die Bewohner dieser Region sind so stolz auf ihre Zwiebeln, dass sie ihr zu Ehren ein ganzes Fest ausgerichten. Auf diesem Fest habe ich das folgende Rezept, das auf den lustigen Namen „Bülle-Dünne hört, zum ersten Mal gegessen. Ihr braucht dazu folgende Zutaten:

Hefeteig

300 g Mehl
150 ml Wasser (handwarm)
1 Schuß Öl
5 g Trockenhefe
1 Prise Salz

Belag

9 Höri-Bülle („normale“ Küchenzwiebeln gehen natürlich auch)
100 g Räuchertofu
250 g veganen Sauerrahm
etwas Sojamilch
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Kümmel (optional)

Für den Hefeteig alle Zutaten ca. 8 min lang zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten. Den Teig an einem warmen Ort ca. 90 min gehen lassen. Danach den Teig auf einem großen Blech sehr dünn ausrollen und nochmals 20 min gehen lassen. Den Backofen auf 250° C vorheizen.

Den Sauerrahm mit etwas Sojamilch zu einer relativ dicken Soße verrühren und mit den Gewürzen nach eigenem Geschmack würzen. Das natürliche Lecithin der Sojamilch sorgt dafür, dass die Soße später im Ofen andickt.

Den Räuchertofu in kleine Würfel schneiden und in etwas Öl knusprig braun anbraten, die Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden und kurz anbraten (nicht zu dunkel). Danach einige Minuten bissfest dünsten lassen. Sobald die Zwiebeln fertig sind, diese auf den Teig geben und danach die Soße gleichmäßig über dem kompletten Zwiebelkuchen (z.B. mit einem Backpinsel) verteilen. Im Backofen anschließend 20 – 30 min backen bis der Teig knusprig ist.

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