Blogparade – Vorsätze für 2016: Pflanzliche Ernährung für Eltern und Kinder

Dieser Artikel ist der Erste und damit Teil einer tollen Blogparade zum großen Thema: Neujahresvorsätze von Eltern bei Kindern. Freut Euch auf spannende Berichte von genialen Bloggerinnen. Alles Weitere erfahrt ihr hier auf meinem Blog oder auf meiner Facebook-Seite. Aber zunächst möchte ich mich dem Thema pflanzliche Ernährung bei Kindern widmen.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und viele von Euch nehmen diesen Zeitpunkt zum Anlass das Vergangene zu reflektieren, um das Zukünftige zu optimieren. Es werden zahlreiche Vorsätze gefasst, die Gesundheit zu verbessern, mehr Sport zu treiben oder abzunehmen. Oft sind es die eigenen Laster, die uns ein schlechtes Gewissen bescheren und die wir mit dem Jahreswechsel ausmerzen möchten. Und oft sind von den Vorsätzen nur wir selbst betroffen. Ich möchte Dich mit diesem Artikel einladen, nicht nur Deine eigene Ernährung zu reflektieren, sondern die Deiner ganzen Familie, insbesondere Deiner Kinder. Und natürlich geht es hierbei um das Thema pflanzliche Ernährung.

Dein Körper ist Dein Tempel und die Nahrung, die Du oder Deine Kinder zu Dir nehmen, bilden auch langfristig das Fundament dieses Tempels. Das mag sich jetzt für Dich ein wenig hochtrabend anhören und bevor Du jetzt wegklickst (was ich nicht hoffe), möchte ich Dir erklären, was ich mit Diesem Satz meine. Bei einer überwiegenden Ernährung von Tierprodukten, Fastfood und nur wenig Obst und Gemüse, beginnt Dein Körper schneller krank zu werden. Bei der Verstoffwechslung dieser Lebensmittel werden besonders viele Säuren freigesetzt, die der Körper in dieser Menge nur schwer neutralisieren kann. Hierfür verwendet er Stoffe, wie Mineralien (z.B. Kalzium), die aber an anderer Stelle gebraucht werden. Da beginnt der Teufelskreis. Irgendwann schafft es Dein Körper nicht mehr die Säuren zu neutralisieren und es kommt zur Übersäuerung. Es entstehen Entzündungsprozesse, die mit einer Vielzahl von Krankheiten in Verbindung gebracht werden.

Am besten ist es daher, so früh wie möglich eine gesunde, pflanzliche Ernährung zu fördern. Du wirst sehen, dass auch Dir dieses neue Projekt viel Freude bereiten wird, auch wenn Du zunächst einmal das Gefühl haben wirst, gar nichts mehr essen zu dürfen (vorausgesetzt, du isst momentan noch tierische Produkte). Aber keine Angst, so schlimm ist es nicht, im Gegenteil es wird besser und irgendwann liebst Du es. Fange klein an. Auch kleine Schritte bringen Dich Deinem Ziel näher. Sieh dich doch morgen mal ganz still auf Deinem Frühstückstisch um. Was steht denn da? Und überlege Dir, welche Alternativen es gibt. Nutella, z.B. kannst du wunderbar durch einen Aufstrich aus Haselnussmus, Kakao und Agavendicksaft ersetzen (hier geht’s zum Rezept). Das schmeckt sogar besser als Nutella und ist auch wesentlich gesünder, denn er besteht in erster Linie nicht aus Zucker und Palmöl, sondern aus der puren Nuss, einem Naturprodukt. Und so ist es mit vielen Produkten im Alltag. Oft kannst du sie gegen gesunde Alternativen austauschen. Vollziehe so Stück für Stück Deinen Wandel, indem Du immer wieder die Mahlzeiten checkst und alles austauschst was nicht pflanzlich. Damit Euer Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung auch von Erfolg gekrönt ist, habe ich hier eine kleine Auswahl der wichtigsten Bausteine zusammengefasst, die wichtig sind für Dich und Dein Kind.

Kohlenhydrate

Vermeide, helle, hochverarbeitete Kohlenhydrate, wie weißes Mehl oder weißes Brot und bevorzuge komplexe Vollkornprodukte. Gerade im Getreidebereich wirst du sehen, dass es mehr gibt als Dinkel, Weizen und Hafer. Freunde Dich mit genialen Getreiden wie Quinoa, Amarant oder Buchweizen an. Vollkorngetreide haben oft einen hohen Eiweißanteil und sind sehr reichhaltig an Nährstoffen. Sollte Dein Kind gerne Nudeln essen, versuche die – Vorsicht Werbung 🙂 – die Vollkornvariante der „Paradiso Bio“ Nudeln von Zabler. Die sind zwar etwas teurer, schmecken aber auch nicht so kernig wie die meisten Vollkornnudeln. Beim Thema Kohlenhydrate sollte man natürlich unser geliebtes Obst und Gemüse nicht außer acht lassen.

Gestalte Euer Frühstück abwechslungsreich, denn das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Hier wird Energie getankt. Mal Haferbrei, mal Joghurt mit Amarant und Früchten, mal eine Hirsecreme. Es gibt viele Möglichkeiten. Hier findest du eine ordentliche Auswahl an Frühstücksideen.

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Eiweiße

Wie bereits erwähnt, bergen Vollkorngetreide schon einen ordentlichen Eiweißgehalt. Hinzu gesellen sich Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen, zu denen nicht zuletzt die Sojabohne zählt, die ein sehr hochwertiges Eiweiß liefert. Auch Pflanzen wie Hanf, Lupinen oder auch Nüsse liefern viel Proteine. Mit dieser Auswahl sind einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung Tür und Tor geöffnet.

Fette

Scheue Dich nicht vor Fetten. Nussmuse, Avocado etc. enthalten gesunde Inhaltsstoffe und sollten besonders bei Kindern aus Angst vor Fetten nicht vermieden werden. Kinder befinden sich im Wachstum und dürfen gerne ab und an auch höher kalorische Lebensmittel zu sich nehmen. Mein Sohn, beispielsweise, liebt morgens sein Brot mit Avocado, Kräutern und Gurke.

Eisen

Eisen ist besonders häufig in grünem Blattgemüse, wie Grünkohl, Spinat, oder Salaten aber auch in Vollkorngetreiden wie, z.B. Haferflocken oder Amarant zu finden. Um viel Blattgemüse in Eure Ernährung zu integrieren, bietet sich die Zubereitung von Smoothies und Säften an. Sie schmecken süß und fruchtig und werden sicherlich auch Deinem Kind schmecken. Zahlreiche Rezepte hierzu findest du hier. Leider ist pflanzliches Eisen nicht so gut verwertbar wie tierisches Eisen. Es gibt aber einen kleinen Trick wie du dies optimieren kannst: in Verbindung mit Vitamin C kann der Körper das Eisen besser aufnehmen.

Kalzium

Es wird immer wieder behauptet, dass Milch soo wichtig sei, für eine ausgewogene Ernährung aufgrund Ihres Kalziumgehaltes. Aber wusstest du, dass Gemüsesorten wie Grünkohl sogar noch mehr Kalzium enthalten? Kalzium findest du zugesetzt in Pflanzenmilch, vorwiegend in grünem Blattgemüse, in Nüssen, Samen und in Mineralwässern. Und nicht zuletzt sollten wir den Aspekt der Übersäuerung, den ich oben beschrieb, nicht außer acht lassen. Denn auch wenn Milchprodukte viel Kalzium liefern, so entziehen Sie ihm jenes indirekt auch wieder bei der Neutralisierung der entstandenen Säuren.

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Vitamin B12 und Vitamin D

Diese beiden Vitamine sind umstritten. Die einen supplementieren (nehmen Nahrungsergänzungsmittel), die anderen lehnen dies strikt ab.

Vitamin B12 wird von Mikroorganismen im Darm hergestellt. Allerdings nur im gesunden Darm. Viele Fleischesser berufen sich auf einen B12-Mangel bei einer veganen Ernährung. Allerdings wissen viele nicht, dass mittlerweile auch in der Massentierhaltung mit Vitamin B12 bei den Tieren supplementiert wird. Den Umweg über das Tier kann man sich also sparen. Mittlerweile gibt es viele Arten Vitamin B12 zu ergänzen. Sei es in Form von zugesetzter Pflanzenmilch, Zahnpasta oder Tabletten. Ich selbst verwende Tabletten aus Methylcobalamin (dies ist eine natürliche und bioaktive Form von Vitamin B12) von Jarrows. Es gibt sie in verschiedenen Dosierungs- und Geschmacksrichtungen (1000 µg für Erwachsene / 500 µg für Kinder). Du erhältst sie hier.

Im Winter ist der Vitamin-D-Bedarf höher als im Sommer. Denn Vitamin D kann in erster Linie durch Sonnenlicht gebildet werden. 20 min täglich sollten hierbei genügen. Da wir aber in einem Gebiet leben, in dem die Winter dunkel und kühl sind, empfiehlt es sich in den kühleren Jahreszeiten Vitamin D zusätzlich zuzuführen. Das folgende Vitamin D wird aus Flechten gewonnen: Vitamin D von Vitabay.

Fazit

Auch wenn hier nicht explizit erwähnt. Einen Großteil der pflanzlichen Ernährung machen natürlich die zahlreichen Obst- und Gemüsesorten (mit ihrer Vielfalt an Vitaminen und Mineralstoffen) aus. Und hier ist Ausprobieren angesagt. Lasse Deinem eigenen Entdeckungsdrang und dem Deines Kindes freien Lauf. Kinder lieben das Spiel, das Abenteuer, das Lernen und das Helfen. Lasse Dein Kind mit aller Liebe teilhaben an diesem Ernährungsabenteuer. Gib ihm Zeit sich darauf einzulassen. Und sei gewiss, wenn nicht sofort, aber irgendwann wird es Obst lieben. Denn Kinder lieben alles Süße. Das ist evolutionsbedingt. Ersetze Gummibärchen durch getrocknete Fruchtstreifen oder Apfelchips. Stellt gemeinsam Gemüsechips her oder kreiert Eure erste gemeinsame vegane Lasagne (zum Rezept geht’s hier entlang). Lasst Essen wieder zum Familienerlebnis werden und habt Spaß bei Eurer Reise. Ich wünsche Euch ein ganz tolles Jahr 2016.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in die Welt der pflanzlichen Ernährung mit Kindern. Dieses Thema ist riesengroß und sehr komplex und es gibt unzählige Literatur zu diesem Thema. Wenn Dich dieses Thema weitergehend interessiert, dann lade ich Dich ein hier Dein Wissen zu vertiefen.

Vegane Kinderernährung – So geht es richtig! (www.peta.de)
Ein Gespräch mit einer veganen Mutter – (www.viva-vegan.info)

An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass ich in diesem Artikel meine Erfahrungen mit Dir geteilt habe. Allerdings bin ich weder Arzt noch habe ich einen anderen medizinischen Beruf erlernt. Bitte gehe verantwortungsvoll mit Deinem Körper um und sprich mit Deiner Hebamme, Deinem Arzt (sofern du einen Guten hast) oder Deiner Ernährungsberaterin, falls Du irgendwelche Zweifel hast.

Quellen: Bilder – www.fotolia.com (tunedin / Oksana Kuzmina), Flora’s Schatzkiste 

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