Schwarzwälder Kirschtorte

Das Backen einer Schwarzwälder Kirschtorte ist wahrlich eine Wissenschaft für sich und es gibt unzählige Rezepte für DIE richtige, echte Schwarzwälder Kirschtorte. Und wenn sie dann noch vegan sein soll, dann scheint das Ganze schier unlösbar. Aber nix da, bah! Der Schein trügt. So schnell gebe ich nicht auf. Bei den Rezepten, gab es mehrere Rezepte (ingesamt waren es 5 Stück), von denen ich mich inspirieren ließ, wobei ich an dieser Stelle erwähnen möchte, dass das Hauptrezept von meiner Lieblingsbäckerin Stina Spiegelberg und ihrem Blog Veganpassion stammt. Da ich noch recht unerfahren bin – aber umso weniger unerschrocken – was das Thema Torten backen anbetrifft, habe ich mir zusätzlich noch einige Videos zu diesem Thema angeschaut.

Wer eine Schwarzwälder Kirschtorte bäckt, sollte viel Zeit mitbringen. Denn damit alles klappt, sollte man zum einen die Teige gründlich auskühlen lassen. Des Weiteren sollte aber auch die Sahne nach dem Schlagen gekühlt werden und zum guten Schluss die Torte selbst auch nochmals. Es bietet sich an die Torte am Vortag vor dem Verzehr zuzubereiten. Bei mir hat sich folgende Version bewährt: Ich habe morgens die Teige, zubereitet. Danach die Sahne und die Kirschfüllung. Gegen Mittag wurden die Bisquitteige getränkt und durften dann nochmals durchziehen. Am Nachmittag habe ich die komplette Torte gestapelt und am Abend die Sahneummantelung fertiggestellt. Über Nacht wurde die Torte gekühlt. Am nächsten Tag am Morgen wurde die Dekoration erstellt und dann wurde alles bis zum Verzehr noch einmal kühl gestellt.

Zwei kleine Anmerkungen habe ich noch bevor es los geht. Zum einen: meine Torte war eine kinderfreundliche Version der Schwarzwälder Kirschtorte. Ich schreibe Euch aber immer dazu, wo laut Rezept Kirschwasser dazukäme für die Erwachsenenversion. Und zweitens: um auch sicher zu stellen, dass es sich bei den Produkten um vegane Varianten handelt, habe ich Zutaten wie Backpulver, Sahnesteif, Tortenguß etc. von der Firma Biovegan verwendet. Diese Produkte erhaltet ihr in gut sortierten Supermärkten sowie in Bioläden oder Reformhäusern. Jetzt geht’s aber los.

Eine Schwarzwälder Kirschtorte besteht aus folgenden verschiedenen Teilen: Einem Mürbeteig, der Kirschmasse, zwei Bisquitböden (die mit einer Kuchentränke bepinselt werden), sowie als Zwischenschicht und Dekorationsschicht der Sahne.

20140906_SchwaKi3Nussboden – Mürbeteig

80 g gemahlene Mandeln
20 g Dinkelvollkornmehl
50 g Mehl
50 g Zucker
2 Pck. Vanillezucker
70 g Margarine

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einer Gabel oder den Händen zu einer geschmeidigen Teig verkneten. In eine gefetteten und gemehlte Springform drücken und bei 160 °C Umluft für 20 – 25 min backen. (Backzeit kann je nach Ofentyp variieren)

Ich habe um möglichst effektiv zu arbeiten zuerst den Bisquitboden gemacht und danach den Nussboden. So konnte ich beide Böden mit einem Mal backen (vorausgesetzt man hat zwei Springformen zur Hand).

Bisquit – Zwischenböden

460 g Mehl
200 g Zucker
80 g Öl
2 Pck. Backpulver
480 ml Sprudel
½ TL Salz
1 TL Vanille
20 g Kakao

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und kräftig durchrühren bis ein gleichmäßiger, zähflüssiger Teig entstanden ist. In einer gefetteten Springform für 50 – 60 min im Backofen bei Umluft mit 160°C backen. (Backzeit kann je nach Ofentyp variieren). Die Böden gründlich auskühlen lassen und danach quer in zwei Teile schneiden.

Kirschfüllung

1 Glas Schattenmorellen
250 ml Kirschsaft
2 EL Zucker
1-2 Pck. roter Tortenguss

Den Saft mit dem Zucker und dem Tortenguss aufkochen und kurz kochen lassen. (Bitte auf die Verpackungsanweisung achten). Den Topf von der Kochplatte nehmen und die Kirschen hineingeben. Alles abkühlen lassen. Bitte vergesst nicht ein paar Kirschen für die Dekoration auf die Seite zu legen.

Eine kurze Anmerkung zu dem Tortenguss: laut Originalrezept sind es nur 1 Päckchen Tortenguss. Bei mir hat das leider nicht gut funktioniert mit dem Gelieren. Erst nach der Verwendung eines weiteren Päckchens fing die Kirschmasse richtig zu Gelieren an. Es bleibt also Euch überlassen ob ihr nur ein Päckchen nehmt oder sicherheitshalber doch lieber zwei.

Sahne

900 ml Soyatoo Schlagsahne (Zimmertemperatur)
7 EL Kirschwasser (für die kinderfreundliche Version einfach weglassen)
4 Pck. Vanillezucker
7 EL Zucker
6 EL Sahnesteif (entspricht ca. 3-4 Pck.)
½ TL Salz

Die Sahne zusammen mit den anderen Zutaten steif schlagen und danach nochmals kühl stellen, bevor man mit dem Schichten beginnt.

Kuchentränke (mit Alkohol)

20 g Zucker
20 g Wasser
100 ml Kirschwasser

Den Zucker mit dem Wasser aufkochen bis er sich auflöst, von der Herdplatte nehmen und etwas abkühlen lassen. Erst jetzt das Kirschwasser hinzugeben.

Kuchentränke (ohne Alkohol)

100 ml Kirschsaft

Mit einem Backpinsel die Bisquitböden mit der Tränke benetzen. Dabei darauf achten, dass die Böden nicht zu matschig werden. Zum Durchziehen die Böden nochmals 1-2 Stunden auf die Seite stellen.

Dekoration

ca. 100 g Schokosplitter – Zartbitter
oder 100 g Zartbitterschokolade
einige halbierte Schattenmorellen oder Belegkirschen

Schokosplitter können auch leicht selbst hergestellt werden. Lange Schokosplitter stellt ihr mit einem Sparschäler, einem Käsehobel (sofern noch einer im Haus ist) oder einem großen Messer her. Kurze Schokosplitter können mit einer Küchenreibe hergestellt werden. Die kurzen Splitter werden, hierbei für den Rand verwendet und die langen für die Verzierung im oberen Bereich.

Außerdem braucht ihr

etwas Marmelade oder Gelee
2 Springformen ø 26 cm
1 Tortenplatte
1 Tortenring
1 Palettmesser / Teigkarte / Tortenspachtel
1 Spritztülle mit Sternaufsatz

Nun geht es ans Schichten: der Mürbeiteig wird auf eine Tortenplatte gelegt und der Tortenring wird möglichst eng um den Boden gespannt. Bitte darauf achten, dass der Boden nicht anfängt zu bröckeln. Auf den Nussboden soviel Marmelade geben, bis der Boden dünn aber gleichmäßig damit bedeckt ist. Meist wird Aprikosen- oder Kirschmarmelade verwendet. Da ich noch ein wenig Holundergelee im Kühlschrank hatte und nicht extra ein neues Glas aufmachen wollte, nahm ich dieses und war begeistert davon. Nehmt das was ihr am liebsten mögt und wo ihr denkt, dass es am besten dazu passst.

Nun wird die Hälfte der Kirschmasse mit einem Abstand von einem cm zum Rand darauf gegeben und gleichmäßig auf dem Boden verteilt. Mit der nächsten Schicht – der Sahne – wird ebenso verfahren. Hierfür wird  der Sahnemasse benötigt. Nun kommt der erste Bisquitboden darüber.

Danach wird wie folgt gestapelt: Kirschmasse, Sahne zweiter Bisquitboden. Nehmt für den zweiten Bisquitboden den Teil, der beim Backen unten auf der Springform auflag. So geht ihr sicher, – solltet ihr die beiden Böden nicht ganz gerade geschnitten haben – dass ihr einen geraden Abschluss für die anschließende Sahneschicht und die Dekoration habt. Nun die Torte für min. 4 Stunden kühl stellen, damit sich alles schön setzen kann.

Nachdem Durchkühlen kann nun auch der Tortenring vorsichtig abgemacht werden. Mit dem letzten Drittel der Sahnefüllung wird die Torte komplett ummantelt und verziert. Damit die Umrandung richtig schön glatt wird, ist ein Teigspachtel, eine Teigkarte oder ein Palettmesser eine gute Investion. Nach dem Aufbringen der Sahneummantelung sollte die Torte – am besten über Nacht – nochmals kühl gestellt werden. Man tut sich einfach leichter beim Dekorieren, wenn die Sahneschicht richtig schön ausgehärtet ist. Zum Schluss die Torte nach Lust und Laune mit Schokosplittern, Sahneröschen und Kirschen dekorieren.

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst es Euch vorallem schmecken.

20140906_SchwaKi

 

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