Meine kleine Wildkräuterküche – ein Wald- & Wiesenexperiment

Ich war dieses Jahr als fleißiges Kräuterweiblein im Wald unterwegs und habe dort fleißig die Schätze der Natur gesammelt. Bärlauch, Brennnesseln und Co haben mich einfach total in ihren Bann gezogen. Danach hieß es ab in die Küche und losexperimentiert. Herausgekommen sind einige richtig leckere Gewürz- und Kräutermischungen, welche ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Leider ist die Saison für einige der Kräuter bereits vorbei. Aber vielleicht hat ja der eine oder andere – so wie ich auch – einige Kräuter eingefroren oder auch getrocknet. Dann kann er diese für die folgenden Rezepte verwenden. Nun möchte ich Euch aber nicht weiter auf die Folter spannen…ab gehts in die Küche.

Bärlauchsalz

Dieses leckere Bärlauchsalz schmeckt nicht nur herrlich, es hält auch unwahrscheinlich lange, da man beim Würzen nur ganz wenig benötigt. Es verfeinert Deine Suppen, aber auch Salate oder Schmorgerichte bekommen damit den richtigen Pfiff. Du brauchst dazu folgende Zutaten (alle Angaben für frische Kräuter).

75 g Bärlauch
25 g Basilikum
10 g Majoran
10 g Liebstöckel
5 g Rosmarin
20 g Petersilie
10 g Schnittlauch
1 kg Meersalz

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Alle Kräuter gut waschen, grob zerkleinern und mit dem Salz in einen Mixer geben. Nun alles im Mixer pürieren bis eine gleichmäßige sämige Masse entsteht. Die Masse kannst du entweder auf ein Backblech geben und an der Sonne trocknen lassen oder auf Backpapier oder Dörrfolie in den Dörrautomat geben und darin so lange trocknen bis keine Restfeuchte mehr vorhanden ist. Wenn alles fertig ist, solltest du eine trockene Platte erhalten, die sich zerbröseln lässt. Nun alles in dekorative Gefäße abfüllen.

Zwiebelbutter

Diese Butter eignet sich zum  einen hervorragend zum Grillen im Sommer aber auch zum verfeinern von Gerichten. Sie ist ganz einfach herzustellen und einfach megalecker. Du brauchst dazu folgende Zutaten (alle Angaben für frische Kräuter)

1 Bund Schnittlauch
2 Zwiebeln
1/2 bis 1 Bund Bärlauch (je nach gewünschter Intensität)
1-2 Pck. Alsan oder eine andere vegane Margarine
etwas Salz

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Die Zwiebeln sehr klein würfeln und in etwas Alsan anbraten, dass sie leicht Farbe bekommen. Das Ganze in eine Schüssel geben. Nun den Bärlauch und den Schnittlauch ebenfalls fein hacken und zu den Zwiebeln geben. Die Alsan in einem Topf zum Schmelzen bringen und dann zu den Kräutern und den Zwiebeln geben. Bei der Menge der Margarine ist wieder Deine Entscheidung gefragt, je nachdem wie intensiv die Kräuter in der Butter vorherrschen sollen. Alles gut durchrühren und entweder in Eiswürfelbehältnisse, Pralinenförmchen oder ein anderes Gefäß Deiner Wahl geben. Nun im Tiefkühler alles gut durchkühlen lassen. Aus den Förmchen in eine gefriergeeignete Schüssel geben und wieder in den Tiefkühler zurückstellen. Wenn man die Zwiebelbutter dann braucht, können die Butterstücke einzeln entnommen werden und müssen nur noch kurz auftauen.

Mischung für die klassische Kräuterbutter 

Kräuterbutter braucht man übers Jahr immer wieder. Da bietet es sich an, nicht die Butter direkt herzustellen, sondern die Kräuter und Gewürze bereits vorzubereiten und danach einzugefrieren. Ihr braucht dazu folgenden Zutaten.

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1 Bund Schnittlauch
1-2 Knoblauchzehen
1 Bund Bärlauch
5 Zweige Rosmarin
1/2 Bund Liebstöckel
1 Bund Dill
1 Bund Petersilie
einige Blätter Basilikum
etwas Salz

Alle Kräuter und den Knoblauch sehr klein schneiden und mit dem Salz in eine gefriergeeignete Schüssel geben. Alles gut durchrühren und eingefrieren. Für die Butter nimmt man dann ca. 1 gehäuften Esslöffel der tiefgekühlten Kräuter auf ca. 200 g Alsan und rührt sie in die bei Zimmertemperatur weich gewordene Butter ein. Alles  gut durchrühren, Butter in Alufolie verpacken und zurück in den Kühlschrank geben.  Mindestens 3-4 Stunden durchziehen lassen, dann schmeckt sie richtig gut.

Gewürz- & Blütenmischung „Wald- & Wiese“

Diese Gewürzmischung ist der absolute Oberhammer. Ihr könnt sie Euch entweder selbst zusammensammeln im Wald, auf der Wiese oder auf dem Balkon. Oder ihr kauft Euch die Sachen zusammen. Im Supermarkt, auf dem Markt am Gewürzstand oder in der Apotheke solltet ihr fündig werden. Diese Mischung ist eine getrocknete Mischung. Da beim Trocknen ca. 90 % des Gewichtes verschwinden, müssen wir dies beim Sammeln beachten. Insgesamt erhaltet ihr 50 g getrocknete Mischung, die aber sehr lange hält. Es sei denn ihr kippt sie – wie ich – überall dazu, weil sie so lecker ist. Jetzt aber ran ans Werk – es werden folgende Zutaten benötigt.

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14 g getrockneter Bärlauch (140 g frischer Bärlauch)
9 g Holunderblüten (90 g frische Holunderblüten)
7 g Brennesselblätter (70 g frische Brennnesselblätter)
4 g Salbeiblätter (40 g frischer Salbei)
3,5 g Lauch (35 g frischer Lauch)
3 g Kapuzinerkresse (30 g frische Kapuzinerkresse)
2,5 g Liebstöckel (25 g frischer Liebstöckel)
2 g Thymian (20 g frischer Thymian)
1 g Pfefferminze (10 g frische Pfefferminzblätter)
0,5 g Kornblüten (5 g frische Kornblüten)

Alle Zutaten so gut es geht und so fein es geht zerkleinern (wer frische Kräuter hat, sollte diese im Dörrautomat vorher noch ausreichend trocknen.) alles gut durchmischen und in ein dekoratives Aufbewahrungsgefäß geben.

Wer mag kann diese Mischung natürlich auch noch weiter aufpeppen, durch andere spannende Kräuter- und Blüten wie z.B. Borretsch, Gänseblümchen oder weitere Küchenkräuter. Ich mag sie so sehr gerne.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Herumexperimentieren.

 

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