Kohlrouladen

Kennt Ihr das? Da erinnert man sich an ein Gericht aus Kindertagen, dass man heiß und innig liebt und dann, ja dann wird man vegan und guckt irgendwie in die Röhre. Man denkt für sich: Vorbei ist’s mit der Zeitreise zurück in meine Kindheit. Das kann ich nie wieder essen.

Nein, so soll es eben nicht sein. Keiner soll es bedauern vegan zu sein. Ich habe auch einige Gerichte, die mich auf Zeitreise in meine Kindheit schicken. Eins davon sind Kohlrouladen: krautig, deftig, lecker. Ich habe lange nach einer Lösung gesucht, die meinem Konzept entspricht: dank der Rezeptidee von Derik Meinköhn (das Originalrezept findet ihr hier), fand ich nun endlich Kohlrouladen, die gesund waren, mit natürlichen Zutaten zubereitet und richtig lecker waren. Ich konnte also wieder auf Zeitreise gehen. Kommt doch einfach mit, denn hier sind die Zutaten.

1 Weißkohl
150 g rote Linsen
100 g Naturreis
100 g Haferflocken
1 EL Kichererbsenmehl (Alternative: Sojamehl)
2 EL Chiasamen
2 Zwiebeln
1-2 Knoblauchzehen
1 EL klein gewürfelte Champignons
1 EL Tomatenmark
1-2 EL Senf
1 EL getrocknete Tomaten
1 TL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, scharf
2 TL Kümmel
½ TL Kurkuma
½ l Gemüsebrühe
Sojasauce
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Küchengarn oder Zwirn

Den Reis und die Linsen in kochendem Wasser bissfest kochen. Sobald die Linsen gar sind, die Hälfte davon pürieren.

In der Zwischenzeit kann der Kohl vorbereitet werden. Vom Weißkohl die obersten Blätter verwenden, da diese richtig schön dünn sind und sich sehr gut verarbeiten lassen. Je weiter man nach unten kommt, desto schwieriger wird es die Blätter zu rollen. Die Blätter vorsichtig vom Weißkohl abziehen und ca. 3-5 min in kochendem Wasser blanchieren und danach kalt abschrecken. Statt die Strünke herauszuschneiden, kann man auch versuchen sie mit einem Messer etwas abzuflachen. Dadurch bleiben die Blätter intakt und es ist später einfacher beim Wickeln.

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und klein würfeln und in etwas Olivenöl leicht anbräunen lassen. Nun die Champignons hinzugeben und kurz mitbraten lassen. Die Tomaten waschen, klein schneiden und zu der Zwiebel-Champignon-Masse geben. Alle Flüssigkeit verkochen lassen und sobald es wieder anfängt zu brutzeln, das Tomatenmark hinzugeben und kurz anrösten. Die Gewürze – Paprikapulver, Kümmel und Kurkuma – und die kleingewürfelten getrockneten Tomaten dazugeben und kurz mitrösten lassen. Danach die Pfanne vom Herd nehmen.

Alles in ein Schüssel geben und den Reis und die Linsen (auch die pürierten) hinzugeben. Alles gut miteinander vermischen. Die Haferflocken, den Chiasamen und das Kichererbsenmehl miteinander vermischen, unter die Masse geben und alles kräftig verrühren. Mit dem Senf, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss kommt ein Schuss Olivenöl dazu. Insgesamt sollte die Masse recht kräftig schmecken.

Jeweils 1-2 EL Füllung auf ein Weißkohlblatt geben und zu einer Kohlroulade wickeln. Danach mit dem Küchengarn fixieren. In einer Pfanne oder einem Schmortopf mit etwas Öl alle Rouladen scharf (also richtig schön braun) von alle Seiten anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und ca. 30 min in der Brühe weich kochen lassen.

Nun die Kohlrouladen aus der Brühe nehmen und die Sauce nach Geschmack verfeinern, z.B. mit etwas Sojasauce. Wer mag kann die Sauce mit Johannisbrotkernmehl etwas andicken. Guten Appetit und lasst es Euch schmecken.

Pssst…eine kleine Anmerkung noch. Am besten schmecken die Kohlrouladen am nächsten Tag, wenn sie einen Tag durchgezogen sind.

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