Bärlauch – weit mehr als ein kleiner Bruder

Es ist Frühling…die Sonne scheint, Vögel zwitschern und die Natur scheint geradezu zu explodieren. Überall wagen es erste Knospen das Licht dieser Welt zu erblicken, um sich dann später in wunderschöne Blütenmeere zu verwandeln. Solch ein Blütenmeer liefert auch der Bärlauch, wenn man das Glück hat ihn im Wald zu finden. Ganze Teppiche in weiß-grün liegen dann vor uns und in der Luft liegt ein unvergleichlicher Geruch, der an Zwiebel und Knoblauch erinnert.

Wald mit BärlauchVon der botanischen Einordnung  ist der Bärlauch mit Zwiebel, Knoblauch und Schnittlauch verwandt. Sie alle entstammen aus der Gattung Allium. Der Bärlauch ist vor allem in Europa und Teilen von Asien beheimatet und wächst überwiegend im Wald. Jedoch kann er auch im eigenen Garten an schattigen Stellen angepflanzt werden. Weitere Infos zum Anpflanzen findet ihr hier. Der Bärlauch wird auch Knoblauchspinat, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen oder Waldherre genannt. Beim Selbstsuchen ist allerdings Vorsicht geboten. Der Bärlauch ist sehr leicht zu verwechseln mit dem etwas später blühenden Maiglöckchen, sowie der Herbstzeitlosen und dem Aronstab. Alle drei Pflanzen sind hochgiftig und sollten keinesfalls verzehrt werden. Genaue Unterscheidungsmerkmale findet ihr auch auf folgender Seite.

Die Pflanze wird seit Jahrhunderten nicht nur für Ihren starken Würzcharakter geschätzt, sondern auch für ihre heilende Wirkung. Im Mittelalter wurde dem Bärlauch unheilabwehrende Eigenschaften zugesagt und auch heute noch findet er in der Naturheilkunde Anwendung. Die schwefelhaltigen, ätherischen Öle sollen sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren soll er bei Ateriosklerose und Bluthochdruck helfen. Er ist Stoffwechsel anregend und soll sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Ähnlich wie Zwiebeln wird auch dem Bärlauch eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben und er verfügt über einen hohen Anteil an Vitamin C. Durch Einfluss starker Hitze gehen nicht nur viele der wertvollen Inhaltsstoffe verloren, der Bärlauch verändert sich auch geschmacklich. So empfiehlt es sich dieses Kräutlein erst am Ende der Kochzeit hinzuzugeben.

In der Küche geriet er lange Zeit in Vergessenheit. Richtig populär wurde diese unglaubliche Pflanze erst wieder in den letzten Jahren und erlebt seit dem eine wahre Renaissance. Ob als Pesto, Dip, frisch als Gewürz, oder als Suppeneinlage, der Bärlauch ist vielseitig einsetzbar. Leckere Rezepte mit Bärlauch findet Ihr hier. Freut Euch darauf. 🙂

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Quellen: www.gartenwelt.de, www.wikipedia.org
Bilder: www.fotolia.com (Digitalpress/djiggibodgi.colm) 

 

 

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