Meine Reise durch das Abenteuer Schwangerschaft – Tipps & Tricks für Deine Ernährung Teil 1

Heute möchte ich Dich auf eine Reise mitnehmen, die mich zum schönsten Ziel der Welt brachte. Auf dieser Reise habe ich mich in den letzen Monaten befunden. Es war eine Reise voller Entdeckungen, Erfahrungen, jede Menge Neuerungen und gipfelte in einem wunderbaren Geschenk…meinem Baby. Die Rede ist von meiner zweiten Schwangerschaft. In dieser – meist – schönen Zeit durfte ich spüren, wie wundervoll es sich anfühlen kann, wenn man auf sich und seinen Körper hört.

20160921_schwangerschaft1

Meine erste Schwangerschaft hatte sich in meinem Gedächtnis verankert als eine Zeit voller Unsicherheiten, enormer Gewichtszunahme und ganz ganz vielen Fragen, die mir niemand beantwortete. Ich hatte den Eindruck ich konnte diese wertvolle Zeit beim ersten Mal gar nicht so richtig genießen. Ich fühlte mich als Spielball zwischen Ärzten, Hebammen und der Pharmaindustrie. Jeder sagte mir, wie ich was zu tun hatte. Und immer hatte ich den erhobenen Zeigefinger vor Augen, der mir still-schreiend drohte: „Sie wollen doch, dass ihrem Kind nichts fehlt.“ Aber ich denke mittlerweile, dass mir ein wenig, weniger Stress, Ruhe und Fremdeinwirkung wesentlich besser getan hätte.

Ich beschloss also für mich, dass es diesmal anders laufen würde. Ich wollte diese Schwangerschaft genießen und mir nicht mehr von jedem reinreden lassen. Meine Ernährungsumstellung vor 3 Jahren kam mir dabei zugute. Diesmal wollte ich meine Schwangerschaft aktiv mitgestalten, und zwar in dem ich auf mich und mein Bauchgefühl achtete.

Eine große Herausforderung war die zusätzliche Nährstoffzufuhr. Natürlich weiss ich, dass mit einer rundum ausgeglichenen Ernährung auch in der Schwangerschaft so gut wie keine Nährstoffpräparate nötig sind. Aber ich wollte mich auch nicht mehr stressen als nötig und in diesem Punkt auf Nummer sicher gehen. Die meisten Substitutions-Produkte fielen schon allein wegen der Verarbeitung des DHA (aus Fischöl) raus (Einnahme ab dem 2.Trimester), und diejenigen, die dann noch übrig blieben, hatten Komponenten, wie z.B. Gelatine etc. in ihren Produkten verarbeitet, die für mich nicht in Frage kamen. Letztlich habe ich mich für Vitamin B Tabletten aus natürlicher Quelle, Jodtabletten aus Kelpalgen und DHA Kapsel aus Mikroalgen entschieden. Mein Vitamin B12 nahm ich selbstverständlich weiter.

Leider wurde es dann doch nicht so gemütlich, wie ich es mir ausgemalt hatte. Aber das haben Schwangerschaften nun mal so an sich. Das erste Trimester meiner Schwangerschaft erstreckte sich teilweise über das Weihnachtsfest des letzten Jahres. Ich hatte sooo leckere Weihnachtsessen kreiiert. Aber leider landete alles am Ende wieder mit einem Schwupp im Klo. Denn…juhuuuu…Morgenübelkeit da bist du ja. Hatte Dich gar nicht vermisst. Und diese besuchte mich nicht nur morgens, sondern blieb gleich den ganzen Tag. Mein Magen wollte einfach gar nichts drin behalten.

Irgendwann merkte ich dann, dass statt dem doch manchmal etwas schwereren weihnachtlichen Speisen mein Körper nach gesundem Essen gelüstete. Ich hatte plötzlich regelrecht Heisshunger auf grüne Säfte, Haferflocken und Co. So liess sich dann auch die Übelkeit einigermaßen aushalten. Ein frisch gepresster Orangensaft, oder ein grüner Saft mit ordentlich Orangen darin als morgendlicher Beginn und der Tag begann nicht auf dem Klo kopfüber. Hey, wenn das kein Erfolg ist. 😀

Nach dieser Erfahrung war einer meiner ersten Wege zu einer Hebamme, die mich bezüglich meiner Ernährung und meiner Situation noch einmal ausführlich  beriet. In meiner Familie ist die Neigung zu Ödemen sehr stark ausgeprägt und ich wollte diesmal aktiv so viel wie möglich dagegen tun. Auch meinen Nährstoff- und Vitaminstatus, sowie meine Schilddrüse ließ ich beim Arzt nochmals durchchecken, um sicher zu gehen, dass alle Werte okay sind. Und ab da hörte ich auf meinen Körper. Meine Heißhungerattacken beschränkten sich auf kiloweise Birnen, Nektarinen, gesunde frische Säfte und gute Ernährung. Wen meine konkrete Ernährung während dieser Zeit interessiert, kann auf meinem Instagramm-Account nachverfolgen, was ich in dieser Zeit leckeres gegessen habe.

Ich möchte Dich mit diesem Artikel motivieren, zu spüren wie wundervoll Du und Dein Körper zusammen arbeiten können, wenn ihr Euch gegenseitig erhört. Ich fand es toll, jedes mal zu erspüren, was mein Körper gerade wünscht und dann zu erfahren, wie gut es mir tat. Also habe keine Angst davor, anstatt auf die vielen gut gemeinten Ratschläge (die oft keine sind) zu hören, einfach mal auf Deinen Körper zu hören. Das Geschenk am Ende wird einfach nur magisch sein. Ich wünsche Dir eine spannende und schöne Reise.

So das war Teil 1 meines Artikels. Das Thema ist wirklich sehr umfangreich. Deshalb wird es einen 2. Teil zu diesem Artikel geben. In diesem zweiten Teil möchte ich auf die wichtigsten Ernährungsfragen eingehen, die mir während meiner Schwangerschaft über den Weg liefen.

Außerdem möchte ich Dir noch zwei Buchempfehlungen mit auf den Weg geben, die mir nach der Schwangerschaft wirklich sehr geholfen haben, auf meinen Bauch und mein Herz zu hören. Die Anfangsmühen mit dem Baby war dadurch für mich besser zu bewerkstelligen und ich konnte mein Baby besser verstehen und auf seine Bedürfnisse eingehen.

Das waren zum einen „Menschenkinder: Plädoyer für eine artgerechte Erziehung“ von Herbert Renz-Polster. Und das zweite absolute geniale „artgerecht – Das andere Baby-Buch: Natürlich Bedürfnisse stillen. Gesunde Entwicklung fördern. Naturnah erziehen.“ von Nicola Schmidt.

Noch eine letzte Anmerkung. Dieser Artikel enthält Erfahrungen und Empfehlungen, die ich während meiner Schwangerschaft gemacht habe. Jeder Körper ist anders und reagiert anders. Bitte gehe verantwortungsbewusst damit um und frage bei Beschwerden Deine Hebamme oder Deinen behandelnden Arzt.

Du bist eingeladen mir zu folgen und meine Beiträge zu liken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.